Arabica-Kaffeesorten

Arabica ist die weltweit bedeutendste Kaffeeart und steht für rund zwei Drittel der globalen Produktion. Sie zeichnet sich durch feine Aromen, ausgewogene Säure und ein breites geschmackliches Spektrum aus. Innerhalb der Art Coffea arabica existieren zahlreiche Sorten (Varietäten), die sich durch natürliche Mutationen, gezielte Züchtung oder regionale Anpassung entwickelt haben. Zu den wichtigsten zählen Typica und Bourbon sowie ihre zahlreichen Abkömmlinge wie Caturra, Catuaí, Mundo Novo, SL28 oder Geisha. Jede Sorte bringt eigene Eigenschaften in Bezug auf Ertrag, Widerstandsfähigkeit und Tassenprofil mit und prägt dadurch die Vielfalt der Arabica-Kaffeewelt.
Arabica-Kaffee zeichnet sich vor allem durch seine ausgeprägte geschmackliche Vielfalt aus. Diese entsteht nicht zufällig, sondern ist das Ergebnis einer vergleichsweise sensiblen Kaffeepflanze, die stark auf ihre Umwelt reagiert. Arabica wächst bevorzugt in höheren Lagen mit moderaten Temperaturen und gleichmäßigen Niederschlägen. Unter diesen Bedingungen entwickelt die Bohne langsamer, was sich positiv auf die Ausbildung von Zucker- und Aromastoffen auswirkt. Gleichzeitig macht diese Anspruchsvollheit den Anbau anfälliger gegenüber klimatischen Veränderungen und Krankheiten.
Ein zentraler Faktor für den Charakter eines Arabica-Kaffees ist das sogenannte Terroir. Höhenlage, Bodenbeschaffenheit, Mikroklima und Anbaumethoden beeinflussen sich gegenseitig und prägen den späteren Geschmack deutlich. Während Arabica aus Hochlandregionen häufig eine lebendige Säure, klare Struktur und komplexe Aromen zeigt, fallen Kaffees aus niedrigeren Anbaugebieten oft milder und runder aus. Dadurch kann sich Arabica selbst innerhalb eines Landes oder einer Region sensorisch stark unterscheiden.
Hinzu kommt die große genetische Vielfalt innerhalb der Kaffeeart Coffea arabica. Die zahlreichen Varietäten unterscheiden sich nicht nur im Ertrag oder in ihrer Widerstandsfähigkeit, sondern auch im Geschmacksprofil. Einige bringen florale oder fruchtige Noten hervor, andere stehen eher für Süße, Körper oder Würze. Diese Vielfalt ist ein wesentlicher Grund dafür, warum Arabica im Spezialitätenkaffee eine so große Rolle spielt und Herkunft sowie Sorte häufig gezielt hervorgehoben werden.
Arabica steht somit weniger für ein einheitliches Geschmacksbild als vielmehr für die Fähigkeit, Herkunft und Anbaubedingungen sensorisch widerzuspiegeln. Genau diese Offenheit macht Arabica-Kaffee für viele Kaffeetrinker besonders spannend – und erklärt, warum er weltweit die dominierende Kaffeeart ist.
Hier haben wir eine Auflistung der häufigeren Arabica-Sorten zusammengestellt.





