Kaffeearten

Arten vs. Sorten: Wie sich die Kaffeewelt wirklich gliedert
In der Botanik unterscheidet man strikt zwischen Kaffeearten und Kaffeesorten.
Eine Art (Species) beschreibt die grundlegende Pflanzenform innerhalb der Gattung Coffea – vergleichbar mit „Apfel“ als Fruchtart.
Eine Sorte (Varietät oder Cultivar) hingegen ist eine untergeordnete, gezielt gezüchtete oder natürlich entstandene Variante innerhalb einer Art – vergleichbar mit „Gala“ oder „Granny Smith“.
Weltweit sind heute über 120 Coffea-Arten wissenschaftlich beschrieben.
Nur ein kleiner Teil davon spielt jedoch eine wirtschaftliche Rolle, insbesondere die „großen Vier“:
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Coffea arabica
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Coffea canephora (Robusta)
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Coffea liberica
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Coffea excelsa (Liberica var. dewevrei)
Diese vier Arten unterscheiden sich in Geschmack, Anbaubedingungen, Widerstandsfähigkeit und genetischer Vielfalt.
Aus diesen Arten entstehen wiederum zahlreiche Sorten, die im Kaffeeanbau und besonders im Spezialitätensektor eine entscheidende Rolle spielen.
Vor allem Arabica besitzt eine enorme Sortenvielfalt – von Typica und Bourbon über Caturra, SL28 oder Geisha bis hin zu modernen F1-Hybriden.
Auch Robusta (Canephora) verfügt über regionale Varietäten wie Conilon, Kouillou oder die BP- und S-Selections.
Liberica wird vor allem in regional angepassten Linien wie Barako oder Excelsa angebaut, während Excelsa selbst als eigene Varietät innerhalb von Liberica zählt und überwiegend als Landrasse vermarktet wird.
So entsteht eine vielschichtige Kaffeelandschaft:
die Art bestimmt das Grundgerüst – die Sorte prägt den Charakter.





