Kaffee im Jemen
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Mocha, Terrassenhochland und der Ursprung des weltweiten Kaffeehandels

Mocha – Wie ein jemenitischer Hafen den Kaffee in die Welt brachte
Wenn heute von Mocha die Rede ist, denken viele an Schokolade, Sirup oder einen Café-Mokka. Historisch gesehen ist das ein Irrtum. Mocha war kein Geschmack, kein Rezept und keine Zutat – Mocha war ein Ort. Der Hafen von Mocha machte Kaffee erstmals zu einer global gehandelten Ware und prägte über Jahrhunderte hinweg, wie die Welt Kaffee verstand, konsumierte und benannte. Dieser Beitrag erzählt die Geschichte von Mocha – als Handelsplatz, Machtzentrum und Ursprung des weltweiten Kaffeehandels.
Mocha als Ursprung des Kaffeehandels
Während Kaffee seinen botanischen Ursprung in Äthiopien hat, begann seine wirtschaftliche und kulturelle Weltreise im Jemen. Ab dem 15. Jahrhundert wurde Kaffee dort gezielt angebaut, verarbeitet und gehandelt. Mocha entwickelte sich rasch zum zentralen Exporthafen für Kaffee aus dem jemenitischen Hochland.
Über Mocha gelangte Kaffee:
in die arabische Welt
ins Osmanische Reich
nach Europa
später in die Kolonialreiche
Mocha war damit das erste globale Kaffee-Drehkreuz der Geschichte.
